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08.03.2010

Göttingen hat eine Hammer-Location für den Poetry Slam. Gut 200 Leute bevölkern einen ehemaligen OP-Lehrsaal und können dort jede Menge Lärm erzeugen. Ich war als letzter Starter dran und habe aus einer Laune heraus wieder einmal den Soldaten-Text gezückt. Die Reaktionen waren diesmal wesentlich positiver als zuletzt :-) Gut, für das Finale hat es nicht gereicht, aber da hätte ich auch den großartig performenden Tobi Kunze aus dem Weg räumen müssen. Trotzdem habe ich jede Menge Feedback nach der Veranstaltung bekommen und es gab nicht wenige Besucher, die sich dafür bedankten, dass auch mal wieder ein politischer Text den Weg auf die Bühne fand. Ich für meinen Teil habe mich in Göttingen pudelwohl gefühlt und einen tollen Abend verlebt. Dafür an dieser Stelle mal ein Dankeschön an die Besucher, die Poeten des Abends, die Musiker vom incredible Herrengedeck und nicht zuletzt den beiden Organisatoren Stephan und Christopher.

07.03.2010

Am Freitag war ich beim Poetry Slam in Peine. Die Veranstaltung zeichnete sich vor allem durch ein Merkmal aus: Kürze! Innerhalb einer knappen Stunde waren alle Poeten einmal auf der Bühne und es gab sogar noch Featured-Beiträge des großartigen Tobi Kunze zu hören. Ich bekam den Startplatz 2 zugelost und konnte mich so den Rest des Abends zurücklehnen. Festgestellt habe ich am Ende, dass in Peine sehr, sehr gut performt wird und das die Teilnehmer noch sehr, sehr jung sind. Mit meinem eher ernsten Text bildete ich etwas den Kontrast zu den sonst durchgängig witzigen Beiträgen. Aber so soll es auch sein.

Gestern war ich dann im Splash´n Dash Tonstudio in Grasleben, wo ich meine erste Hörbuch-CD eingesprochen habe. Ein paar Freunde und Familienmitglieder waren auch da und wir haben uns einen schönen Nachmittag gemacht. Reimund wird jetzt den richtigen Ton finden und dann übergebe ich das gute Stück meiner Grafikerin, damit auch das Drumherum wunderschön wird. Ich denke, irgendwann im April kann man das Spoken Word-Erzeugnis dann käuflich erwerben. Nähere Infos gibts demnächst wieder hier.

Ich mache mich jetzt auf nach Göttingen zum Poetry Slam, wo ein großartiges Line-up und jede Menge Zuhörer warten.

03.03.2010

Ich mag das Publikum in OWL. Der Ostwestfale brennt mehr von innen heraus und deshalb läßt er sich während eines Textes auch kaum anmerken, ob er Freude oder Langeweile empfindet. Und das ist auch der Grund, warum die Abstimmungen dann oft mit überraschenden Ergebnissen enden. Gestern in Lemgo war es wieder gemütlich, warmherzig und einfach nur schöööön. Tolle Poeten gesehen, viele neue Texte gehört, interessante Gespräche geführt und sensationelles Eis im Beat Café genossen. Natürlich habe ich gleich auch ein wenig Werbung für meine Romanlesung am 20.03. gemacht, die ebenfalls im Beat Café stattfinden wird. Gewonnen hat den Abend der Schriftstehler aus Hamburg, der mich im Finale ziemlich deutlich auf den zweiten Platz verwiesen hat. Wobei ich zugeben muss, dass ich in der Vorrunde auch von einem gewissen Losglück profitiert habe :-)

28.02.2010

"Achtung, Achtung tieffliegende Wertungen im Bunker" hieß es für mich am Donnerstag in Hamburg. Wie angekündigt las ich einen sehr kontroversen Text, der sich mit der Rolle der Soldaten in Afghanistan und im Leben überhaupt beschäftigte. Leider, leider stieß mein Vortrag nicht auf die erhoffte Gegenliebe und ich wurde von Teilen der Jury ordentlich abgestraft. Richtig so! Denn wenn man einen Text scheiße findet, dann sollte man das auch zum Ausdruck bringen. Ich landete abgeschlagen auf dem letzten Platz und durfte zur Kenntnis nehmen, dass die Bundeswehr auch in Hamburg jede Menge Reputation genießt. Kann aber auch sein, dass ich im Vergleich zu den anderen großartigen Poeten einfach zu schlecht war. Auf jeden Fall sind solche Ergebnisse wichtig für die weitere Entwicklung. Ich werde weiter an mir und meinen Texten arbeiten müssen, denn Luft nach oben ist noch genügend vorhanden.

Am Freitag hatte ich dann einige Punchliner-Autoren zu Gast in Helmstedt. Vor etwa 50 Interessierten lieferten wir eine tolle Satirelesung ab und bekamen jede Menge Zuspruch. Es war auch einfach mal erholsam, den Kollegen ohne jeglichen Wettbewerbsdruck lauschen zu dürfen. Unser Gastgeber, Martin Wandersleb, zeigte zudem, dass er nicht nur Bücher verkaufen sondern auch auf das Vortrefflichste Texte vortragen kann. Es hat einfach Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich viele der Anwesenden spätestens beim Street Poetry Abend im Julianum wiedersehen werde.

25.02.2010

Es gibt so Abende auf der Bühne, da weiß man schon nach dem ersten Text, dass ein unglaublich guter Slam stattfinden wird. Gestern in Hannover war Sabrina Schauer die erste Poetin des Abends und brannte sofort ein Wortfeuerwerk ab, dass die Luft im 3Raum zu flimmern begann. Dieses Qualitätslevel zog sich durch den ganzen Abend und am Ende der Vorrunde saßen 12 Slammer zusammen und schüttelten nur ungläubig den Kopf. Es war einfach kein Favorit auszumachen, weil alle Beiträge wahnsinnig gut waren. Mit dem Text "Nackt" deckte ich mal wieder die gesamte Bewertungsbandbreite ab und bekam von der höchsten bis zur niedrigsten Punktzahl einfach alles querbeet. Ich fand das lustig. Der Herr Kunze war als Moderator in Hochform und peitschte die Leute im kleinen Klub unablässig an, so dass am Ende alle erschöpft und glücklich waren. Gewonnen haben Marque-Regnier und Lucas Fassnacht, die sich den Sieg brüderlich teilten. Richtig so!

Heute werde ich beim Bunker-Slam, dem größten Poetry Slams Europas, meine Visitenkarte abgeben. Wer aber denkt, dass ich dort auf Sicherheit spiele, sieht sich getäuscht. Ich werde einen kontroversen Text vortragen und hoffe, dass Hamburg mich trotzdem lieb hat!

21.02.2010

Ich habe lange überlegt, wie man die Tour der letzten 4 Tage eigentlich nennen könnte. Zwei Termine in Ostwestfalen und zwei Auftritte im nordwestlichen Niedersachsen. Da schied eine geografische Bezeichnung schon einmal aus. Einzige Konstante der letzten Tage war Jan Kai Goldberg, ein lieber Slammer aus Hildesheim (Süd), der tatsächlich dieselbe Reiseroute eingeschlagen hatte. Deshalb trägt die Tour den Namen „Goldbergs Pilgerfahrt“. Den Auftakt unserer Wanderschaft bildete der Bunkerslam in Bielefeld. Perfekt organisiert und moderiert vom Trio Infernale Göhre-Verollet-Freise erlebten wir einen stimmungsvollen Abend mit überraschenden Neulingen und gewohnt starken alten Hasen. Gewonnen hat Moritz Neumeier, der momentan einfach unglaublich brillant performt. Für mich reichte es zu anerkennendem Applaus und einem Hilfsjob bei der Schlussabstimmung.

In Gütersloh erwartete uns am folgenden Tag ein Publikum, dass sehr aufmerksam und gelassen verfolgte, was die einzelnen Slammer auf der Bühne darboten. Schon fast folgerichtig gab es im Finale zwei ernste, nachdenkliche Texte zu hören. Moritz und ich schlugen in die gleiche Kerbe, allerdings war sein Schlag etwas gezielter. Deshalb gewann der Herr Neumeier auch in Gütersloh, während ich mir die Silbermedaille umhängen durfte. Zudem bekamen wir beide einen Highlanderplatz für den August geschenkt. Das war schön. Viele Grüße an dieser Stelle an Micha, Mischa und die Crew aus dem Kesselhaus.

Einen Tag später machte ich mich auf die Reise nach Leer in Ostfriesland. Moderiert vom bezaubernden Frauenduo Annika Blanke und Eyla Rademacher zog dieser Slam wieder einmal 250 Zuschauer in das dortige Zollhaus. Gemessen an der Einwohnerzahl der Stadt Leer eine großartige Kulisse! Die Location ist der Hammer und Eylas kleiner Bruder einfach nur ein sympathischer Kümmerer. Zwei Newcomer überraschten mit sehr, sehr guten Texten. Einer der beiden Jungs zog sogar ins Finale ein und das bei unglaublich guter Konkurrenz. Im Finale versuchte ich es wieder mit einem frei performten ernsten Text und sicherte mir damit Platz 2 und den Respekt von Eylas Papa! Viele Grüße an dieser Stelle. Gewonnen haben Bleu und Thomas Spitzer mit einem Doppelsieg. Verdient, keine Frage! Leer war wieder einmal ein toller Slam mit familiärer Atmosphäre und ganz lieben Menschen.

Letzte Station der „Goldberg Pilgerfahrt“ war Oldenburg. Organisiert von meinem guten Freund Christian Bruns überzeugt dieser Slam einfach durch sein ungezwungenes und etwas chaotisches Ambiente. Ein Hammer-Lineup hatte sich im Polyester eingefunden und so grenzte schon fast an ein kleines Wunder, dass ich erstmals seit einigen Auftritten mal wieder einen Sieg einfahren konnte. Und das mit dem sehr kritischen Soldaten-Text. Die Oldenburger waren einfach offener für diese Art Literatur. Dazu kam natürlich auch etwas Losglück ;-) Insgesamt war der Abend aber vor allem deshalb so grandios, weil eine unglaubliche Vielzahl von genialen Texten präsentiert wurde. Wie immer ein Erlebnis: Lasse Samström. Grüße an meine Kumpels Bleu, Marque-Regnier, Jan Kai, Jan-Hendrik und natürlich an Annika, die beste Gastgeberin ever!!! Ihr seid alle einfach klasse!

15.02.2010

Ein toller Slam in Braunschweig! Ach, was habe ich mit mir gehadert. Letzter Startplatz und damit alle Mitstreiter vor mir. Die Entscheidung, welchen Text ich ins Rennen schicke , traf ich dennoch erst 2 Minuten vor dem Auftritt. Instinktiv war die Auswahl wohl richtig, denn ich durfte endlich auch einmal ins Braunschweiger Finale einziehen. Dort performte ich dann "Die Zeit heilt alle Wunden" frei und wie ich selbst fand, sehr emotional. Das sah die Jury aber nur ansatzweise so :-) und deshalb bekam ich auch nur ansatzweise hohe Wertungen. Egal, es reichte für einen tollen 3. Platz und einem rundherum zufriedenen Grinsen auf meinem Gesicht. Gewonnen hat der Schriftstehler vor Frank Klötgen aus Berlin. Das war auf jeden Fall richtig so.

Ein schönes Lob bekam ich dann noch vom Zweitplatzierten. Herr Klötgen meinte: "Du warst auf jeden Fall der Slammer mit der größten Bandbreite des heutigen Abends." So fühlt sich wohl ein Ritterschlag an. :-)

Diese Woche ist pickepacke voll. Bielefeld, Gütersloh, Leer und Oldenburg heißen die Stationen in chronologischer Reihenfolge. Das wird anstrengend, aber auch schön...

09.02.2010

Nichts Neues aus Berlin. Auch mein Auftritt am Freitag beim Rosi-Slam änderte nichts an meiner bisherigen niederschmetternden Poetry Slam-Bilanz in der Bundeshauptstadt. Allerdings kann ich mich diesmal damit herausreden, dass ich mit Startplatz 1 sehr ungünstige Rahmenbedingungen hatte. Letztlich durfte ich mich sogar über die vierthöchste Wertung des Abends freuen. Das änderte zwar nichts am Verfehlen des Finales, tröstete aber so ein wenig über die erste Enttäuschung hinweg. Die Jury zeigte den Poeten an diesem Abend ein ums andere Mal die kalte Schulter. Höhepunkt waren sicherlich die 7 Gesamtpunkte eines Berliner Starters. Wenn man bedenkt, dass insgesamt 5 Leute gewertet haben, ist diese Gesamtpunktzahl schon ein ziemlicher Schlag in die Magengrube. Dabei fand ich das gar nicht mal so übel, was der junge Mann da performt hat. Aber so ist der Slam eben - gnadenlos.

Am Freitag geht es dann auf nach Braunschweig. Mein Home-Slam. Immer etwas ganz Besonderes. Da kann man reden wie man will, da nützen auch an die 200 Auftritte wenig, die Performance beim Heimspiel zählt doppelt bis dreieinhalbfach, das ist einfach so. Deshalb bitte ich alle Leser dieser Homepage: Drückt mir kräftig die Daumen! Ein guter Startplatz, eine tolle Performance und eine Jury, die mich schon nach einer Sekunde tief in ihr Herz geschlossen hat. Oh ja! :-) Träumen wird doch erlaubt sein, oder?  

05.02.2010

Heute geht es nach Berlin. Das war in der Vergangenheit, was den Poetry Slam angeht, kein erfolgreiches Pflaster für mich. Ob sich das heute Abend ändern wird, weiß ich nicht. Ist aber auch nicht wichtig, denn es werden großartige Poeten am Start sein und ich freue mich ganz besonders den Schweizer Renato Kaiser wiederzusehen. 20.30 Uhr startet die Show im Rosis, Revaler Straße 29.

Ich war am Montag kurzfristig zum Geburtstagsslam nach Ansbach eingeladen. Geburtstag deshalb, weil es bereits die 50. Ausgabe des Slams in den Ansbacher Kammerspielen war. Diesmal unter dem Motto Franken gegen den Rest der Republik. Die Franken zeigten sich als gute Gastgeber und ließen uns Weitgereisten jeweils den Vortritt, so dass ich im Halbfinale gegen Andy Strauss aus Münster antreten musste. Keine leichte Aufgabe. Ich habe es dann mit einem sehr ernsten und nachdenklichen Text versucht und bin nur haarscharf gescheitert. Nach 3 Applausentscheidungen, die keine eindeutige Wertung einbrachten, schmiss Moderator Michael Jakob einfach 3 Wertungsblöcke ins Publikum und bat die willkürlich Ausgewählten um eine Entscheidung. Andy gewann 2:1. Dieses K.O.-Format scheint mir kein rechtes Glück zu bringen, denn in den Halbfinals scheitere ich grundsätzlich mit dem knappsten aller denkbaren Ergebnisse. Gewonnen hat am Ende mein Kieler Freund Moritz Neumeier und das völlig verdient. Insgesamt war das eine runde Sache und die Location in Ansbach ist einfach großartig.

Gleich am Dienstag las ich dann in Schönebeck aus meinem Roman "Bruderkuss". Etwa 20 Interessierte hatten sich eingefunden und lauschten gespannt den ausgewählten Auszügen. Hinterher gab es dann noch eine intensive Diskussion und einige interessante Gespräche. Diese Einzellesungen ohne Wettbewerbsdruck machen Spaß und bilden eine willkommene Abwechslung zum Poetry Slam. Also wer mich mal länger als 5 oder 10 Minuten erleben möchte, sollte mich einladen. Es lohnt sich :-)

29.01.2010

Ich habe erfolgreich dem Schneechaos getrotzt und die beiden für diese Woche geplanten Termine absolviert. Am Mittwoch ging es nach Franken, genauer gesagt nach Bayreuth, wo unheimlich nette Menschen leben. Beim Bummel durch die Stadt ist mir aufgefallen, dass die Bayreuther sehr zuvorkommend und hilfsbereit sind. Das ist, so deutlich muss man das mal sagen, nicht überall in Deutschland der Fall. Jetzt könnte man meinen, ich schreibe das nur, weil ich den abendlichen Slam gewonnen habe. Das aber wiederum läßt sich leicht widerlegen, denn ich habe dasselbe schon bei der Anmoderation meines Textes gesagt. Das Bayreuther Publikum war auf jeden Fall sehr nett und begeisterungsfähig und ich denke, die anwesenden Slammer haben einen tollen Abend gestaltet. Ich fand es jedenfalls super und freue mich schon auf den Highlander im Mai :-)

Gestern war ich dann erstmals zu Gast in Bremen. Der Tower ist eine absolut coole Location. Etwa 250 bis 300 Leute hatten sich versammelt und bekamen an diesem Abend das volle Brett präsentiert. Ein super Lineup mit Slam-Größen wie Gauner, Schriftstehler, Marvin Ruppert usw. garantierte Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ich war als 6. dran und meinte eigentlich, den Saal richtig gerockt zu haben. Das sah die kritische Jury aber anders und gab mir zwar in der Spitze eine 10, in der Breite aber mehr mittelmäßige Noten, so dass es schlußendlich nur zu Platz 5 reichte. Egal, gegen großartige Kollegen auszuscheiden ist immer nur halb so schlimm. Dafür war die Autofahrt mit Kai Nesau und Gauner unglaublich kurzweilig. Bei glatten Straßen haben wir uns eine gute Stunde lang über Verkehrsunfälle unterhalten. Wenn das mal nicht Galgenhumor ist, dann weiß ich es auch nicht ...

25.01.2010

Die erste Hannover-Woche dieses Jahres ist vorbei und es war großartig. Am Donnerstag startete ich beim Macht-Worte Slam in der Faust. Großartige Poeten, tolle Texte, aber ein unglücklicher Startplatz 2. Vielleicht wäre bei späterem Eingreifen ein besseres Abschneiden möglich gewesen, man weiß es nicht. Ich vermute aber vielmehr, dass der Soldaten-Text einfach nicht dazu dient, einen Slam zu gewinnen. Ich mag ihn trotzdem und deshalb bleibt er auch im Programm :-) Gewonnen hat der liebe Kollege Tobi Kunze ... mit was? Mit Recht!

Samstag war ich dann wieder einmal Gast der Offenen Bühne in Lehrte. Gastgeber des Abends: Tobi Kunze. Ja, die Kumpels halten zusammen und besuchen sich gegenseitig. Dafür kommt der Hannoveraner Star-Slammer zur Punchlinerlesung nach Helmstedt. Yeah! Der Abend in Lehrte war wunderschön. Viele tolle Künstler und ein sehr begeisterungsfähiges Publikum. Außerdem gab es nette Tischgespräche mit Sabrina, Kai, Tobi, Kai-Olaf und noch vielen anderen Kollegen mehr. 4 Stunden Unterhaltung satt und mehr Gesangstalente als bei DSDS :-)

Dazu gab es in der letzten Woche noch zwei Einladungen, die mein Herz vor Freude hüpfen lassen. Am 19.03. bin ich Gast in Lindens Kulturkiosk, als erster Nicht-Hannoveraner Autor überhaupt und am 21.03. darf ich die Bühne des größten Poetry Slams Niedersachsens in der Oper Hannover betreten. Eine Ehre für mich!

Im Moment spuken mir einige großartige Textideen im Kopf herum, aber ich komme einfach nicht zur Umsetzung. Das liegt aber nicht etwa an Zeitmangel sondern vielmehr an der Unfähigkeit, die Gedankensplitter zu einem Text zusammenzufügen. Aber das kommt noch. Hoffentlich...

18.01.2010

So viel positive Resonanz gab es für mich selten nach einem Poetry Slam. Obwohl ich mich in den Hamburger Kammerspielen wieder im Halbfinale und wieder mit 11:12 Stimmen verabschieden musste, fühlte ich mich nachher als ein Gewinner des Abends. Meine beiden sehr ernsten Texte haben viele Leute dazu veranlasst, mich noch einmal anzusprechen bzw. anzuschreiben. Das war schön, das macht Mut. Mein Freund Armin war wieder ein charmanter und souveräner Gastgeber, so dass dieser Poetry Slam einfach eine runde Sache darstellte. Gewonnen hat der Hamburger Kumpel Thomas Langkau. So langsam startet der Mann eine Serie! Viele Grüße an Kai, Schunke III, Julian, Katja, Vincent und Christian ... sowie an Sabrina!

In Magdeburg war es ganz anders. Da ich als Vorletzter ins Rennen geschickt wurde, konnte ich mir die Auftritte der Kollegen anschauen und stellte fest, dass die Magdeburger an diesem Abend mehr den amüsanten Themen zugetan waren. So änderte ich kurzentschlossen meine Textauswahl und zog knapp ins Finale ein. Dort präsentierte ich dann einen politischen Text, der am Ende auch nicht so richtig den Nerv des Publikums traf. Macht aber nichts, manchmal ist es wichtiger auf das eigene Herz zu hören als auf die Lockrufe des Sieges :-) Viele Grüße an Armin und Clara, die an diesem Abend eindeutig unter Wert geschlagen wurden. Sie haben sich, wie ich hörte, in Halle revanchiert und dort den Turm gerockt. Recht so!

11.01.2010

Ich sage es ja gerne, und es stimmt auch: Die Bahn ist weit besser als ihr Ruf. Am Wochenende bin ich trotz "Daisy" kreuz und quer durch Deutschland gefahren und dabei immer relativ pünktlich ans Ziel gekommen. Ich finde, dass sollte man auch mal erwähnen.

Die Slams in Chemnitz und Lübeck waren großartig. Während ich in Sachsen viele neue Leute kennen- und schätzengelernt habe, durfte ich mich im hohen Norden über einige bekannte Gesichter und gute Freunde freuen. Mein neuer Text hat genau die Wirkung erzielt, die ich erwartet und erhofft habe. Über Soldaten zu schreiben ist eben nicht ganz konfliktfrei, zumal ich nicht gerade ein Freund der bewaffneten Streitmacht bin. Liegt vielleicht daran, dass ich das Wort für ein wesentlich schärferes Schwert halte. Respekt und Anerkennung gab es für meinen Vortrag neben einigen Buh-Rufen aber auch. So gesehen hat der Text die Leute wenigstens nicht kalt gelassen ... auf die eine oder andere Weise. Am Mittwoch bin ich dann noch einmal Gast beim Slam meines guten Freundes Armin in Hamburgs Kammerspielen. Das wird schön. So oder so.

Für alle Interessierten: Gewonnen hat in Chemnitz Franziska Wilhelm und das völlig verdient. In Lübeck teilten sich Clara Nielsen und Thomas Langkau den Platz an der Sonne. Das war ebenso völlig in Ordnung.

Im Januar und Februar wird es noch genügend Gelegenheiten geben, auch mal wieder die Nase vorne zu haben, auch wenn das im Moment für mich keine Rolle spielt. Es geht einfach darum, auf der Bühne etwas zu präsentieren, dass aus dem Herzen kommt.

04.01.2010

Unter der Rubrik "Videos" gibt es ein neues Filmchen zu entdecken. Aufgenommen vom geschätzten Kollegen Christian Bruns sinniere ich auf dem Slamprodukt in Oldenburg über Drückerkolonnen in Fußgängerzonen.

03.01.2010

Herzlich Willkommen im neuen Jahrzehnt! Ich hoffe, dass ihr Sylvester so verbracht habt, wie es eurem Naturell entspricht. Für mich hat das neue Jahr eher durchwachsen begonnen. Das Schneechaos in meiner norddeutschen Heimat zwang mich gleich zu Beginn dieses Jahrzehnts zur ersten Absage. Es war einfach kein Fortkommen. Ich ließ meinem Unmut dafür beim Schneeräumen freien Lauf und produzierte zwei ansehnliche weiße Berge vor meiner Haustür.

Aufmerksame Besucher dieser Homepage werden festgestellt haben, dass ich den Bereich Veranstaltungen etwas umgestellt habe. Das hat einfach den Hintergrund, dass mir das "alte" System zu aufwendig und zu unübersichtlich wurde. Die Termine sind jetzt in chronologisch sinnvoller Reihenfolge aufgeführt und von ausschweifenden Anmerkungen befreit worden.

Ach ja, und zwei neue Texte sind auch fertig geworden. Ich mag sie beide sehr, sehr gerne. Ich habe meinem Freund Armin versprochen, dass ich zumindest einen von beiden beim Lübecker Poetry Slam machen werde. Und ansonsten gibt es im Januar und Februar genügend Gelegenheiten, die beiden Novitäten aus dem Hause Bartels vor Publikum zu testen. Ich freue mich drauf.

Bevor ich es vergesse: Ich wünsche natürlich allen Besuchern dieser Webseite ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und sinnstiftendes Jahr 2010. Kommt doch öfter mal hier vorbei und hinterlaßt mir ein paar Zeilen!

15.12.2009

Bevor ich zu meinen beiden letzten Terminen diesen Jahres abdüse, möchte ich allen Lesern, Besuchern dieser Homepage, Veranstaltern, Kollegen und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Laßt euch verwöhnen und fasst sinnvolle Vorsätze für das neue Jahr! Mein guter Vorsatz für 2010 ist die Verleihung des Friedensnobelpreises. Einen Nachbarschaftskrieg habe ich schon vom Zaun gebrochen. Da das aber nicht reichen wird, werde ich wohl irgendein 3.Welt-Land finden müssen. Leider sind die meisten dieser Staaten schon durch die USA besetzt. Aber ich gebe nicht auf und werde euch über meine Bemühungen auf dem Laufenden halten. Wenn ich dann ein Land gefunden habe, werde ich der Bevölkerung mit massiver Waffengewalt meine Form der Demokratie "schenken". Frohe Weihnachten!

13.12.2009

Eine ereignisreiche Woche geht zuende. Am Dienstag war ich zu Gast in Detmold, beim Cup der guten Worte. Der von den beiden Slam-Größen Markus Freise und Mischa Sarim Verollet organisierte Poetry Slam ist der Kategorie "familiär" zuzuordnen. Im Detmolder Kaiserkeller herrscht eine absolute Wohlfühlatmosphäre. Das der Ostwestfale "mehr von innen brennt" tat der Stimmung übrigens ganz gut, weil so auch die leisen und nachdenklichen Texte nachhallen konnten. Mir hat es Spaß gemacht und ich habe mich am Ende riesig über den Sieg und die Flasche Whiskey gefreut. Übrigens ein sehr, sehr edler Tropfen! Liebe Grüße an Mischa, Markus, Steve und Kai.

Am Freitag war ich Mitglied des Autorenensembles, welches die neue Ausgabe des Punchliners in Braunschweig präsentierte. Mit von der Partie waren Axel Klingenberg, Marc D., Annika Blanke, Marcel Pollex und Stefan Damm sowie die bezaubernde Wiebke Saathof. In der gemütlichen Kaufbar wurden in zwei Runden jede Menge satirische Raketen gezündet und wir hatten einfach einen tollen Abend. Im Moment arbeite ich daran, dass wir diesen Tross auch nach Helmstedt holen. Lohnenswert wäre das allemal! Dank an Axel und Andreas für die Einladung und meinen Freund Mathias für´s Vorbeischauen.

Gestern fand in der Kasselaner Buch Oase der 4. Poetry Slam meines geschätzten Kollegen Berat statt. Eingeladen waren solche Slam-Ikonen wie Felix Römer, Etta Streicher sowie die grandiosen Rookies Almuth, Markus und Daniel Hoth. Am Ende reichte nicht nur zum Finaleinzug sondern auch zum Sieg, den ich mir mit den beiden anderen Finalisten teilen durfte. Solche Mehrfachsiege finde ich oft sehr schön, weil es immer wieder Finalbeiträge gibt, die sich aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit einfach nicht miteinander vergleichen lassen. Beste Grüße an Felix, Almuth, Berat und Jörg von der Buch Oase, wo es einen schweineleckeren Kuchen gibt. Also hin da und kosten!

Nächste Woche bin ich dann in Berlin beim Bastard Slam. Slam-Papa Wolf Hogekamp ist der Gastgeber eines phantastischen Lineups. Das wird ein schöner Jahresabschluss...

03.12.2009

So, heute ist Donnerstag und meine Woche ist, aus auftrittstechnischer Sicht, heute vorbei. Am Montag war ich zu Gast in den Hamburger Kammerspielen bei meinem guten Freund Armin. Das war ein Fest. Großartige Poeten, starke Texte, tolles Publikum, ein gut gekleideter Moderator und mit Tobi Kunze ein verdienter Sieger - das waren die Zutaten für einen grandiosen Abend. Für mich hat es bis zum Halbfinale gereicht. Dort musste ich dem Kollegen Vincent Welt knapp aber durchaus verdient den Finaleinzug überlassen. Insgesamt war es aber wieder ein Beweis dafür, dass der Poetry Slam durchaus als Plattform genutzt werden kann, um sich selbst und die eigene Kunst ins rechte Licht zu rücken. Es gab gerade nach der Veranstaltung viele lobende Worte und auch die eine oder andere Einladung. So etwas tut gut und motiviert.

Gestern war ich dann im Beat Cafe zu Lemgo unter den 6 Startern, die um die Gunst des Publikums buhlten. Die Location ist einfach toll, die Gastgeber großartig und der Moderator herzerfrischend anders. Außerdem traf ich meine lieben Kollegen Armin und Micha El Göhre wieder. Alles Dinge, die mein Herz erfreut haben. Was das Ergebnis angeht, muss man konstatieren, dass es manchmal lustig ist, zu beobachten, wie mitgebrachte Unterstützer ohne jegliche Differenzierung ihren "Helden" nach vorne brüllen. Zumindest für mich bleibt die Frage, ob sie ihrem Liebling damit tatsächlich einen Gefallen getan haben. Armin und ich haben uns darüber jedenfalls köstlich amüsiert und am Ende wurde auch alles wieder gut, denn Edwin ging so was von steil. Erfreulich auch an diesem Abend der gemütliche Ausklang. Nico, Steffi, Karsten, Armin, Micha und all die anderen haben einmal mehr gezeigt, dass Poetry Slam auch eine Art Familientreffen ist. Übrigens gibt es im Beat Cafe Lemgo am 20.03.2010 eine Romanlesung aus "Bruderkuss" und das ist ja nun mal wirklich ein Grund zur Freude!

28.11.2009

Neues Video online! Unter der Schaltfläche "Videos" gibt es meinen Auftritt im Hamburger Molotow zu sehen. Am Ende gab es trotz des sehr ernsten Inhalts Platz 2 zu bejubeln. Danke an Heidi für´s Hochladen!

27.11.2009

Zwei sehr unterschiedliche Auftritte hatte ich diese Woche zu verzeichnen. Am Dienstag war ich erstmals Gast beim legendären Hamburger Poetry Slam im Molotow. Ein rappelvolles Kellergeschoss und ein herzerfrischend ungleiches Moderatorenpaar bildeten den Rahmen. Nun sollte man wissen, dass sich der Club unmittelbar an der Reeperbahn befindet und man deshalb in aller Regel mit Leuten zu rechnen hat, die voll auf Amusement gepolt sind, ABER ich konnte mit einem sehr persönlichen, sehr traurigen und sehr nachdenklichen Text einen hervorragenden 2. Platz belegen. Das war schön und untermauert die Poetry Slam Theorie, dass man auch durchaus mit ernsten Texten vordere Plätze belegen kann.

Am gestrigen Donnerstag war ich dann Teil der lebenden Dichter beim 1. dead or alive Poetry Slam an der Hannoveraner Landesbühne. Diese Veranstaltung hätte definitiv mehr Besucher verdient gehabt, denn auf der Bühne wurde ohne Zweifel großes Theater geboten. In meinem Team gab es den einzigartigen Felix Römer, die bezaubernde Bente Varlemann und den routinierten Bühnenprofi Kersten Flenter zu bewundern. Mit dieser Aufstellung haben wir den toten Dichtern dann den Schneid abkaufen können und knapp, aber doch deutlich gewonnen. In der Einzelwertung gab es für mich Platz 3. Siegerin des Abends wurde Bente, die einmal mehr bewies, dass Hannover ihr Pflaster ist.

Das kommende Wochenende habe ich mir selbst Ruhe verordnet. Am Montag geht es dann zum VU´s-Slam nach Hamburg in die dortigen Kammerspiele. Gastgeber ist mein Poetry Slam Kollege Armin Sengbusch, der neben mir noch 7 andere hochkarätige Gäste eingeladen hat. Daumen drücken ist also angesagt. 

23.11.2009

"Kein" Schwein gehabt bzw. zwei Schweine zu wenig. Beim gestrigen "dead or alive"-Slam in der schmucken Frankenstadt Schweinfurt haben mir eben diese beiden kleinen Porzellanschweine zum Sieg gefehlt. Dafür gab es nach dem Slam anerkennende Worte der Kollegen und Lob von den Besuchern. Das ist natürlich mehr für das Herz und auch nachhaltiger als ein Siegerscheck. Insgesamt haben die lebenden Dichter die Schlacht für sich entscheiden können, auch wenn es ziemlich knapp war. Manfred Manger hatte diese Veranstaltung wieder bestens organisiert und deshalb gibt es auch überhaupt nichts zu bemängeln. Es war einfach schön und wer weiß, vielleicht finde ich wieder den Weg nach Schweinfurt, auch wenn es nicht gerade "um die Ecke" ist.

16.11.2009

Ich bin wieder zu Hause, zurück von einer absolut grandiosen Nord-Tour. 5 Poetry Slams in 4 Tagen. Lüneburg, Kiel (2x), Hamburg und Flensburg. Björn Högsdal und Jan-Oliver Lange hatten mich eingeladen und waren perfekte Gastgeber. Ich möchte jetzt auch auf keinen Fall bestimmte Veranstaltungen herausheben, weil jeder einzelne Poetry Slam ein ganz bestimmtes Flair und Ambiente besaß. Wer es aber laut und euphorisch mag, sollte einmal nach Flensburg fahren. Was sich da an Stimmung zusammenbraut, lässt sich nicht in Worte fassen. Ich stand nur noch mit offenem Mund hinter der Bühne. Ein wahres Fest war auch der Auftritt im Zeise Kino zu Hamburg. In jeder einzelnen Minute spürte man, dass dort nur die Großen der Szene auf der Bühne stehen. Und ich war sogar im Finale ... man war ich aufgeregt. In Kiel konnte ich am Donnerstag sogar gewinnen, was nach einer mehr oder weniger langen Durststrecke auch mal wieder ganz schön war. Insgesamt hatte ich aber vor allem deshalb eine Menge Spaß, weil ich mit tollen Menschen unterwegs war und vor unglaublich vielen Menschen meine Texte präsentieren konnte. An dieser Stelle ein fettes Dankeschön an Björn, Jan-Oliver und unseren Reiseleiter Moritz, die eine perfekte Organisation abgeliefert haben und die dafür sorgten, dass man sich als Slammer einfach wohl gefühlt hat. Viele liebe Grüße an Micha El Göhre, Moritz Kienemann, Schriftstehler, Sabrina, Thomas Langkau und alle anderen, die mit mir alle oder einige unserer Tourstationen bestritten haben. Man sieht sich...

 

 

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